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Paris, Texas 
Weite

Our Daily Free Stream: Wim Wenders - Paris Texas. Oder wer liebt nicht Nastassja Kinski? - Ein Mann, der aus der Wüste kommt. Ganz allein, ohne Zukunft und ohne Vergangenheit. Kurz vor dem Verdursten stösst er auf eine Baracke, in der ein deutscher Exilant ihn versorgt. Der Deutsche nimmt die Brieftasche des Fremden, um seine Identität zu erfahren und ruft den Bruder an. Als ich diese ersten Minuten von Paris Texas zum ersten Mal gesehen hatte, konnte ich mir nicht vorstellen, wie der Film nun weitergehen würde. Wer viele Filme sieht, kennt diese Gefühl: Ganz gleich, ob ein Werk grossartig ist oder nicht, meistens weiss man recht schnell, was als nächstes geschehen wird. Bei Paris Texas ist das anders und das allein macht Wenders Film so faszinierend. Es scheint, als betrachten wir ein Bild, dass sich bewegt, aber keine aneinander gereihten Dialoge mit Bildern untermalt. Wenders hat ein ganz und gar individuelles Werk geschaffen über Verlust und Einsamkeit. Die Charaktere entstammen der Fantasie des Autoren Sam Shepard. Sie passen in das Werk von Wenders, der am liebsten Road Movies macht, in denen Männer nach einem Sinn suchen in der Weite der Landschaft. Diese Weite hat er nie besser getroffen als in Paris Texas. Harry Dean Stanton spielt den verlorenen Mann und welcher Schauspieler wirkt gleichermassen verlassener und auch zorniger? Die Gründe, weshalb er allein durch die Wüste wandelt, finden wir nicht heraus, wohl aber erfahren wir, wie gross und schmerzhaft sein Verlust war. Früher einmal war er verheiratet und Vater eines kleinen Jungen. Nach seinem Verschwinden wuchs sein Sohn bei dem Bruder (Dean Stockwell) auf. Die Mutter (Nastassja Kinski) ist ebenfalls verschwunden. Hunter Carson spielt den Jungen und er geht mir so zu Herzen, wie ich es nie wieder bei einem Kinderdarsteller erlebte! Nun hat der Verlorene (der Travis heisst) die verrückte Idee, seine Familie wieder zusammen zu bringen. Ganz langsam nähert er sich seinem Sohn an, obwohl er noch nicht genau weiss, wie er mit einem Kind überhaupt umgehen muss. Von seiner Frau weiss er nur, dass sie ein Mal im Monat Geld von einer bestimmten Bank abhebt. Als er sie trifft, trennt sie eine dieser Scheiben, hinter denen Prostituierte mit ihren Freiern mittels eines Telefons sprechen. Der Freier sieht die Hure, sie aber nicht ihn. Das ist die Ausgangssituation der bewegendsten Szene des Films. Paris Texas drückt Gefühle aus, legt sie frei und das ist dem Film wichtiger als eine Geschichte zu erzählen. Weniger geht es um vermisste Personen als um verlorene Gefühle. Ganz am Anfang fängt Wenders sie ein mittels eines Super 8 Films, der Travis Vergangenheit zeigt. Wenders Bilder suchen immer wieder Menschen, die sich in der Weite verlieren. Vor uns die steinige Landschaft von Texas, in der die Kaffs merkwürdige Namen wie "Paris" oder "Manchester" tragen (wer ml Google Map spielen möchte). Dennoch ist es keineswegs ein amerikanischer Film geworden: In der Verweigerung des "Storytelling", dass dem Offenbaren von Innerlichkeit weichen muss, hat Wenders einen sehr deutschen Film gemacht. Er zeigt sich fasziniert von der amerikanischen Kultur: Untermalt ist der Film vom Spiel einer einzigen Slide Guitar, die Ry Cooder spielt! Amerikanische Musik und Mythologie machen den besonderen Reiz von Paris Texas aus, durch den staunenden Blick des Ausländers. Paris Texas ist Wenders bester Film, bestimmt auch deshalb, weil er seinen Bildern "echte" amerikanische Dialoge angepasst hat. Sam Shephard erlaubt es seinen Figuren, dass wir sie ohne viele Worte kennen lernen. Ihre tiefsten Gedanken und Ängste müssen bei ihm nicht in Dialogen erklärt werden. Mit seiner Passion zu experimentieren schien Paris Texas kaum in das Popcorn Kino der 80er zu passen. Der Film ist ein Nachzügler, nicht nur den Neuen Deutschen Films, sondern auch der Art, die in Hollywood in den späten 60ern produziert werden konnte. Paris Texas ist wahrhaftig, tiefgründig und brilliant! Für mich einer dieser Filme, die ich immer wieder sehen kann und danach glücklich bin. (Dazu gibts unsere Film List "Road Movies" auf cinegeek.de


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