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Winter's Bone 
Post katastrophal

Am liebsten sind mir Helden, die nicht extrovertiert sind, keine grossen Reden halten oder herumstolzieren. Ganz normale Menschen, die aus einem bestimmten Grund zum Helden werden und zwar, weil es gar keine andere Wahl für sie gibt! Ree Dolly ist so eine. Gerade erst siebzehn, muss sie bereits als Hausfrau herhalten und für ihre Geschwister sorgen. Wir befinden uns im Hinterland von Ozarks. Die Mutter sitzt den ganzen Tag nur herum, mental abwesend. Der Vater ist im Gefängnis, weil er Meth herstellte. Ree versucht sich und die Familie allein durchzubringen mit staatlicher Unterstützung und dem guten Willen der Nachbarn. Die Kinder ahnen noch nichts davon, dass sie benachteiligt sind. Sie sind fröhlich, lebendig und spielen den Tag über. Die Welt, in der sie leben, sieht nicht aus wie die Vereinigten Staaten von Amerika, sondern wie die "dritte Welt". Wir tauchen ein in eine abgehängte Gesellschaft. Der Film beantwortet nicht die Frage, wie Ree überhaupt in dieser Welt aufwachsen konnte und so stark wurde. Von ihren Eltern hat sie es jedenfalls nicht. Ree wird gespielt von Jennifer Lawrence, die damals noch eine unbekannte Newcomerin war. Ihr Star-Potential (ich denke, sie ist der grösste weibliche Star der letzten Jahre) ist aber bereits voll ausgebildet! Ihr Spiel drückt etwas Erbittertes, Heftiges aus, das für mich der Kern jeden Heldentums ist. Nie prahlt sie oder schreckt vor Problem zurück. Ree versucht einfach nur das Richtige zu tun. "Don't ask for what ought to be offered", bringt Ree ihrem kleinen Bruder bei, obwohl die Lektion der Eltern darin bestand, zu bitten und nichts anzubieten. Ihr Vater scheint als Schwarzbrenner in der ganzen Umgebung bekannt zu sein und womöglich hat er eine Weile gut damit verdient. Wie konnte Ree nur werden, wie sie nun vor uns steht? Graniks Drehbuch basiert auf dem Roman von Daniel Woodrell und funktioniert als moderne Variante der Odyssee. Rees Vater soll der Zielpunkt sein, tot oder lebendig. Ohne Vater wird Rees Familie verloren sein und das Haus verlieren. Deshalb schlägt sich Ree mit ihren Geschwistern durch diese Landschaft, die post-apokalyptisch wirkt. Besser: Post katastrophal! Es existieren zwar noch Dinge wie Fernseher oder Einbauküchen, aber sie scheinen Relikte aus einer vergangenen Zeit zu sein. Die verfallenen Häuser der Menschen in Ozarks werden diese besseren Zeiten aber bestimmt nie wieder erleben... Ree lebt in dieser Welt ihres Vaters. Er war kriminell und jeder, den er kennt, ist es ebenfalls. Nirgendwo existiert Vertauen, nicht einmal gegenüber den eigenen Familienmitgliedern. Wir spüren, wie die die Menschlichkeit dieser Bewohner von Ozarks zerstört wurde. Nehmen sie Ree mit ihren Geschwistern wahr als hilfsbedürftiges Mädchen, das Schutz sucht? Wohl eher als gefährlichen Eindringling und deshalb versperren sie ihr den Weg, verriegeln ihre Türen. Es herrscht eine allgemeine passive Amoralität. Und Ree? Sie lässt sich nicht entmutigen, sie vertraut dennoch und bahnt sich ihren Weg. Ich denke, selbst in ausweglosesten Situationen gibt es Menchen wie Ree. Ich denke, dass wir trotz allem von Grund auf optimistisch sind. (Dazu gibts unsere Film List mit echten Indie Filmen auf cinegeek.de


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