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Drive (2011) 
Neon

Wenn er gebucht wird, fährt er. Der Driver hat keinen anderen Namen und kein anderes Leben. Zuerst erleben wir ihn während eines Rennens - er benutzt nicht nur seine Kraft und Schnelligkeit, sondern auch seine Fähigkeit, das Strassenland zu überblicken. Ausserdem arbeitet er als Stuntman. Beide Jobs bedeuten keinen Konflikt für ihn - er fährt. Ryan Gosling steht als Driver in der Tradition ikonischer Helden ohne Namen, Geschichte oder Emotionen (scheinbar hat er gar keine, zumindest sind sie tief im Innersten verborgen). Der Driver ist ein existentialistischer Held. Das würde ihn nun zu einem hirnlosen Action-Film befähigen, doch genau das ist Drive nicht. Hier haben wir es mit einer äusserst eleganten Stilübung zu tun und tiefen Emotionen, die nach und nach freigelegt werden. Das Mysterium um den Driver wird ergänzt durch eine Reihe von Nebenfiguren, deren Hoffnungen und Ängste greifbar sind. Wie in der schwarzen Serie der 40er wird hier der Film nicht zum Leben erweckt durch seinen Helden, wohl aber durch den Schatten, den seine Figur wirft. Schliesslich tritt eine Frau auf, Irene (Carey Mulligan). Sie ist Kellnerin und hat ein Kind. Sie lebt auf der selben Etage wie der Driver. Die Liebesgeschichte der Beiden wird fast körperlos erzählt; einmal legt sie ihre Hand auf seine (die auf dem Schaltknüppel liegt). Dann aber kommt Irenes Mann Standard (Oscar Isaac) aus dem Gefängnis und der Driver wird in einen Rache Plot verwickelt. Man merkt, dass Regisseur Nicolas Winding Refn in den 80ern aufwuchs, denn dieser Epoche frönt er hier. Die Handlung beuht auf dem Pulp Roman von James Sallis, woraus Refn aber ein erhabenes Märchen werden lässt. Jedes Bild wirkt wie eine Studie der Einsamkeit, wie eine Komposition. Refn entschleunigt die Handlung, blickt mit Ruhe auf ein verträumtes L.A., über die gelbgrün schillernden Boulevards im Neonlicht, die grellen Nachtclubs und Bars. Alles ist hier künstlich, alles überhöht! Ein einziges Mal küsst der Driver Irene in einem Fahrstuhl. Wie von Geisterhand wird das Licht gedämpft und für wenige Sekunden siegt die Romantik. Das ist viel mehr als ähnliche geartete Filme bieten können! Drive verkümmert niemals zu einer toten Vorstellung von Autojagden wie ähnliche Filme der New Hollywood Ära oder der 80er. Manchmal habe ich Refns Drive fast wie eine Zurechtweisung der Filme, aus denen er sich zusammensetzt, verstanden. (Dazu gibts eine Liste mit modernen Film Noirs auf cinegeek.de


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