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Heat (1995) 
Kaffee

Our Daily Stream: Michael Mann - Heat. Zum Geburtstag des Regisseurs! - Es gibt diese eine Szene im Zentrum von Heat, die das Subjekt von Michael Manns Action Thriller ist. Hier haben wir den Polizisten Hanna (Al Pacino), der einen der meistgesuchten Diebe, McCauley (Robert De Niro), jagt. McCauley ist ungeheuer raffiniert und achtsam - fast unmöglich zu fangen. Seit Tagen ist Hanna bereits hinter ihm her, bis dahin erfolglos. Eines Nachts als Hanna McCaulys Wagen beschattet, lässt er ihn einfach rechts ran fahren. McCauley ist bewaffnet, doch das ist kein Moment der Gefahr. Hanna fragt bloss: "What do you say I buy you a cup of coffee?" - McCauley antwortet, dass sich die Idee gut anhört. Nun sitzen sich diese beiden müden Männer mittleren Alters im Diner gegenüber. Beide haben so viel Erfahrung, dass sie genau wissen, was der Gegenüber repräsentiert. Sie trinken zusammen Kaffee. McCauley erzählt eine Anekdote, wie er mal einen Liqueur Store ausraubte. Schliesslich endet ihr Gespräch. "I don't know how to do anything else", sagt der Dieb. "Neither do I." Diese Szene verdeutlicht uns: Hier sitzen zwei Männer, die einander brauchen. Sie sind Feinde, teilen aber diesen intimen Moment, der sie einander näher bringt als es ein Treffen mit Freunden könnte. Oder mit ihren Frauen. Frauen, sie sind das andere Thema in Heat. Zwei der wichtigsten Charaktere sind verheiratet und auch McCauley verliebt sich. Hannas dritte Ehefrau, die auch noch Justice (Diane Venora) heisst, ist zornig über die Obsession, die er seiner Arbeit entgegenbringt. McCauley seinerseits will sich auf nichts einlassen, dass eine längere Zeitspanne als 30 Sekunden umfasst. Er lernt eine Frau namens Eady (Amy Brenneman) kennen, die unbedingt wissen will, was er macht. McCauley fragt sie, woher dieses unbedingte Interesse rührt. Eady begründet es mit ihrer Einsamkeit. "I am not lonely", entgegnet der Dieb, obwohl er offensichtlich der einsamste Mann der Welt ist. Später wird er merken, dass er sie braucht. Da ist er wieder, der uralte Konflikt im amerikanischen Film: Der arbeitende Mann und die Frau, die ihn zu Hause halten will. Michael Mann behandelt das mit viel Verständnis und Einsicht. Sein Drehbuch hat phasenweise fast literarische Qualitäten. Die Männer in Manns Film können gar nicht anders. Selbst als McCauley und seine Bande das Geld zusammenhaben, sich nach Neuseeland abzusetzen, sind sie dazu nicht in der Lage. Es ist nicht die Beute, es ist der Kitzel! Während des gesamten Films bleibt McCauley der Stratege, während Hanna seinen nächsten Schritt erraten muss. De Niro und Pacino (zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera) haben die meiste Zeit ihrer Karriere damit verbracht, Cops und Gangster zu spielen. An dieser Stelle soll die Diskussion vorweggenommen werden, wie diese beiden Actors (sie lernten ihr Schauspiel im Actors Studio nach den Prinzipien von Lee Strasberg) an ihre Rollen herangehen würden. Würden sie als Vorbereitung ihre Zeit mit Cops und Gangstern teilen? Ich denke aber, De Niro und Pacino haben ihre Rollen aus Versatzstücken alter Hollywood Filme zusammengesetzt. Instintktiv erfassen sie, wie der maximale Effekt erreicht wird! Die Frauen befinden sich meist in der Küche und es wirkt, als ob sie ihre Jungs abends vom Spielen heim rufen. Hannas Frau ist die unerbittlichste und auch die verbitterste: Immerhin bringt ihr Mann seine Leichen mit ins Ehebett, wenn er nachts unter Albträumen leidet. Im Grunde ist ihre Ehe ein Witz. Die anderen Frauen mögen noch Illusionen haben, doch wir wissen, wo die enden werden. Bestimmt nicht in Neuseeland! Heat ist nicht einfach bloss ein Action Film. Die Dialoge erlauben den Figuren, uns mitzuteilen, was sie denken und fühlen. Es gibt sogar poetische Momente und im Grunde sind ihre Themen existentialistisch. Es ist schrecklich, wenn man sich niemandem mitteilen kann, wenn man seine Gefühle nicht ausdrücken kann. Diese Charaktere sind dazu in der Lage. Es hilft ihnen aber trotzdem nichts.


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