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Revenant, The (2015) 
Kadaver

Wirklich grosse Filme besitzen die Kraft, das Unglaubliche zu vermitteln. Während wir gemütlich auf unserer Couch sitzen, müssen die Protagonisten Qualen und Leid durchstehen, das wir kaum nachvollziehen können. Viel zu oft aber durchschauen wir diese Manipulation, weil die Schauspieler ihre Rolle nicht ausfüllen. Es wirkt gemacht. Alejandro Gonzalez Iñárritus The Revenant aber nimmt uns mit in eine andere Zeit, behält sich aber auch vor, ein Kunstwerk zu bleiben. Wir sehen The Revenant nicht einfach, wir erleben den Film. Wir verlassen das Kino, sind überwältigt von der Kunst des Filmemachens, die Iñárritu vorführt, aber eben auch dankbar für unseren eigenen Lebens-Komfort. Früh wird uns bewusst, welchen Ton The Revenant anschlägt: Wir überleben einen Überfall von Native Americans auf eine Gruppe Trapper. Die Eingeborenen werden nicht als Feinde vorgeführt, sondern als fesselnde Kraft der Natur. Pfeile sausen durch die Luft, verwundetes Fleisch der Verletzten überall, die Kamera mitten im Getümmel. Wir erfahren, dass der Stamm die entführte Tochter des Häuptlings sucht und jeden tötet, der sich ihm in den Weg stellt. Im selben Moment sehen wir, dass einer der Trapper, Hugh Glass (Leonardo DiCaprio), einen Eingeborenen als Sohn adoptiert hat. Der Anführer der Trapper, Andrew Henry (Domhnall Gleeson), ordnet an, dass die Gruppe zurück kehren muss zur Basis. John Fitzgerald (Tom Hardy) widerspricht, weil er seine Felle retten will. Der Keim der Zwietracht ist gesät. Fitzgerald traut weder Henry noch Glass. Der Höhepunkt des Films: Glass wird von einem Bären attackiert und lebensbedrohlich verletzt. Lange habe ich keine solch erschreckende Szene gesehen, die mein Herz so zum Rasen brachte! Es scheint, als ob es Glass nicht schaffen könnte, zur Basis zurückzukehren. Mit den Eingeborenen im Rücken, beschliesst die Gruppe, sich zu trennen. Fitzgerald soll auf Glass aufpassen und ihm ein angemessenes Begräbnis ermöglichen. Gemeinsam mit Glass und dessen Sohn bleibt er zurück, begleitet von einem jungen Mann, Bridger (Will Poulter), der Glass bewundert. Fitzgerald soll einen Mann bewachen, dessen Tod ihm egal ist. Er tötet den Adoptiv-Sohn und begräbt Glass lebendig. Doch Glass überlebt, fast scheint es, als stünde er von den Toten auf (das meint der Film-Titel The Revenant). Er dürstet nach Rache, kämpft sich mit kaputten Knochen, ohne Nahrung durch den Schnee, um den Mann zu kriegen, der seinen Sohn tötete. Im Grunde ist er ein Geist, unwillig, auf die andere Seite zu wechseln, bevor nicht Gerechtigkeit ausgeübt wurde. Kamerammann Emmanuel Lubezki begleitet die qualvolle Reise, indem er die unmenschlichen Bedingungen zeigt, aber eben auch seine grosse handwerkliche Kunst: Der Horizont scheint endlos, der Himmel stets in Bewegung. Lubezki arbeitet mit den Farben der Natur, die aber doch verstärkt werden: Sein Schnee wirkt weisser als in der Realität, der Himmel blauer. Während der zweiten Hälfte gestaltet er die Reise zunehmend mystischer. An dieser Stelle schwankt der Film, wirkt ziellos und ausschweifend. Sicher ist es faszinierend, einen Mann zu erleben, der unwillig ist zu sterben. Mann hätte das aber straffer und effektiver erzählen können. The Revenant ist letztlich ein klassischer Abenteuer-Film, nur wird uns ein Showdown vorenthalten. Die Höhepunkt finden während der ersten Minuten statt, ein Aufbau nicht erkennbar. Wie steht es mit DiCaprios längst fälligen Oscar? Sein Spiel in The Revenant hätte weniger gute Schauspieler überfordert. Der absolute Überlebenswille, seine Konzentration - wir glauben DiCaprios Figur, dass sie nicht aufgeben wird. Leider erlaubt ihm die Regie weniger als zwei Gesichtsausdrücke, wie spätestens ab der 100 (!) Minute auffällt. DiCaprio, ein Superheld, der Abhänge herunterstürzt, in aufgebrochenen Pferde Kadavern schläft und schlicht unsterblich scheint. Tom Hardy mit rollenden Augen, spielt wenig überzeigend einen klassischen Schurken. Was würdest du für Rache opfern? Welche Hindernisse würdest du überwinden, sie zu bekommen? The Revenant hat die Kraft, diese Fragen zu stellen, gefällt sich aber zu gut als mystische Sinnsuche. mehr auf cinegeek.de


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